Deutschsprachige Poesiefilme

Das Programm zeigt eine zusätzliche Auswahl deutschsprachiger Filme und unterstreicht die Bedeutung, die der Poesiefilm in der Kurzfilmwelt inzwischen gewonnen hat.

Eudaimonia

Regie: Anna-Lena Ponath

Text: Michael Ende

Deutschland, Schweiz 2021, 4:27 min

Schon von klein auf folgte Silke Pan ihren Träumen und begeisterte als talentierte Artistin die Menschen. Wie stark ihre Leidenschaft ist, wird in EUDAIMONIA deutlich. Ihr Kampfgeist, ihre Disziplin und vor allem die Kraft ihrer Leidenschaft können im wahrsten Sinne des Wortes Grenzen überwinden.
Michael Ende: „Der Traum vom Fliegen“, aus: Trödelmarkt der Träume. hockebooks GmbH

M.e

Regie: Joanna Maxellon

Text: Joanna Maxellon & Nora Gomringer

Deutschland 2021, 6:00 min

„M.e“ basiert auf dem Gedicht „Monster und Mädchen“ von Nora Gomringer und stellt die Frage nach der definierbaren Geschlechtsidentität der Frau. Die Grausamkeit, mit der wir uns gesellschaftlichen Normen unterwerfen und nur als Fremdkörper leben, steht im Kontrast zu unseren Gefühlen, diese Aneignung zu sprengen. Die wiederkehrende Frage nach dem „Ich“ bleibt letztendlich unbeantwortet, alleine und isoliert, als Rechtfertigung vor einem männlichen Betrachter. Eine Kapitulation? Oder eine Strategie des Überlebens?

Z für Zeppelin

Regie & Text: Lea Dalfen

Austria 2021, 2:45 min

„Z wie Zeppelin“ spiegelt die intime Präsenz der Filmemacherin in überlagerten Bildern und Worten wieder, mit einer Schwere und Leichtigkeit zugleich.

Blaupause

Regie & Text: Gina Wenzel

Deutschland 2020, 2:46 min

Porträt einer Generation – der in Zeiten von Corona – nur das Internet bleibt, um Taubheits- und Ohnmachtsgefühle zu verarbeiten.

Worte an eine junge Frau

Regie & Text: Linda Verweyen

Deutschland 2020, 1:30 min

Eine visuell-poetische Auseinandersetzung mit den Worten, die junge Frauen als Ratschläge hören. Ein experimentelles Aufeinandertreffen von Gegensätzen in Stimme, Bild und Inhalt.

Wir sind Kunst. Wir sind Kultur

Regie & Text: Amy Rose Sander, Jana Münster, Sophia Münster, Anna Leah Bolln, Lina Neumann, Nadine Habash, Sinan Kleb

Deutschland 2020, 3:22 min

Stellt euch vor der Staat vernachlässigt im Zuge der Corona Krise weiter die Künstler. Stellt euch vor, wie es wäre, in einer Welt ohne Kunst zu leben.

anton

Regie & Text: Nils Mohl

Deutschland 2020, 2:35 min

„anton“ besteht nur aus Alliterationen, um die Eintönigkeit, die ständige Wiederholung des Lebens zu betonen. Die Illustration von Katharina Greve ist minimalistisch.

gelb

Regie & Text: Küsti Fraun

Deutschland 2021, 3:14 min

Konkret konstruktive Konstruktivismuskritik

Tetrisgedanken

Regie & Text: Claudia Kohlus

Deutschland 2019, 2:08 min

„Tetrisgedanken“ zeigt die Brüchigkeit des Lebens, den Verlust von Realitäten und die ohnmächtige Suche nach einer Neusortierung im Innen und Außen.

Vom Nutzen der gewonnenen Zeit

Regie: Lilith Häßle & Linn Reusse

Text: Lilith Häßle

Deutschland 2021, 3:08 min

Ein fiktives Gespräch mit der Weltsituation des ersten Lockdowns 2020.
Wer bin ich noch, wenn ich meine Berufung als Schauspielerin momentan nicht ausüben kann?

Amsels zungengedicht

Animation &Text: Christina Stark    

Deutschland 2021, 2:50 min

„amsels zungengedicht“ ist eine Hymne an das Sprechen.
Als 4-stimmige Animation der Zungenbewegung changiert die Arbeit zwischen Liebkosen und Zerhacken.

Der Zusammenhang

Regie & Text: Gundi Feyrer    

Östereich 2018, 2:15 min

Ich träumte: War der Himmel vor mir und meinem Gesicht da oder ich vor ihm, existierte er außerhalb von mir oder vielleicht nur in meinem Auge und in meinem Gesicht? Ich hatte jede Orientierung verloren und fragte mich, ob es da überhaupt einen Zusammenhang gab: zwischen dem Himmel und mir …

Apfelmus

Animation & Text: Alexander Gratzer

Österreich 2019, 6:51 min

Während zwei Vögel über ihr Dasein sprechen, bahnt sich ein kleiner Apfel unter wachsamen Augen den Weg in die Tiefen einer Höhle.

Leipzig, October 9 1989 - No Violence (Leipzig, 9. Oktober 1989 Keine Gewalt)

Regie: Milton Kam     

Text: Ralph Grüneberger

Niederlande 2021, 7:44 min

„Leipzig, 9. Oktober 1989 Keine Gewalt“ ist eine visuelle Ode an die Stadt Leipzig, basierend auf zwei Gedichten von Ralph Grüneberger, „Leipzig, 9. Oktober“ und „1989, Leipzig: Keine Gewalt“.

Das zentrale Thema dieses kurzen visuellen Gedichts ist die friedliche Revolution, die in Leipz︎ig begann und schließlich zum Fall der Berliner Mauer und zur deutschen Wiedervereinigung führte. Es basiert auf zwei Gedichten von Ralph Grü︎neberger aus seinem Gedichtband „Mit Mick Jagger in Plagwit︎z. Leipz︎ig Gedichte“ (Edition kunst & dichtung, Leipz︎ig 2015).