Deutschsprachige Poesiefilme

Das Programm zeigt eine Auswahl deutschsprachiger Filme und unterstreicht die Bedeutung, die der Poesiefilm in der Kurzfilmwelt inzwischen gewonnen hat.

In Zwickau once more

Abermals in Zwickau

Regie: Jakob Kirchheim

Text: Joachim Ringelnatz

Deutschland 2022, 3:40

Ringelnatz‘ Gedicht „Abermals in Zwickau“ führt uns in die Welten eines Krankenhauses und der Raben oder Krähen.

Bleiwüste

Bleiwüste

Regie & Text: Vera Sebert

Österreich 2021, 1:57

Hier liegen die bleiernen Gebeine der Zeichen. Das bröckelnde Geröll zertrümmerter Zusammenhänge begräbt ihre kodierten Glieder unter dem trägen Substrat einer Bildgestalt.

Fernando Pessoa: Das Buch der Unruhe. Long Story Short

Fernando Pessoa: Das Buch der Unruhe. Long Story Short

Regie: Johanna Springer, Ramón Springer

Text: José A. Oliver

Deutschland 2021, 8:59

Pessoa schrieb alle Leben gleichzeitig. Als (vermeintlich) Anderer. Als Álvaro de Campos, Ricardo Reis, Alberto Caeiro, Bernardo Soares … ein Labyrinth aus Namen, die wahrscheinlich noch nicht alle publiziert sind. Unser Film folgt Pessoa entlang der Identitäten, der Jahre und durch das legendäre „Buch der Unruhe“.

Monolog für einen Auserwählten

Monolog für einen Auserwählten

Regie: Christian Deusel

Text: Nora Gomringer

Deutschland 2021, 8:26

Noah – der eine Mensch, der vor der Sintflut gewarnt wurde. Einzeln-Sein, auserwählt und geliebt werden von Gott ist Wunder und Fluch zugleich.

nirgendwo

nirgendwo

Regie: Daniel Simair

Text: Michael Fritsch

Österreich 2021, 3:54

Von Morgengrau ins Morgenrot.
Dahin möchten wir fahren.
Von Niemandsland nach Nirgendwo.
Weiter entlang der Bahn.

Reminder

Reminder

Regie: Kira Bosenius

Text: Maximilian Karakatsanis

Deutschland 2022, 0:53

„Reminder“ ist eine animierte Interpretation des gleichnamigen Gedichtes von Maximilian Karakatsanis. Der Fokus liegt auf dem Gefühl von Leichtigkeit, welches hin und wieder aufkommt, nur neigen wir dazu, es zu vergessen.

Vernichtung / Annihilation

Vernichtung / Annihilation

Regie: Beate Gördes

Text: August Stramm (1874–1915)

Deutschland 2021, 1:40

Der sprachliche Rhythmus in diesem Gedicht hat mich sofort getriggert. Er verstärkt das Gefühl des Grauens, das durch das Thema Gewalt und Krieg hervorgerufen wird. Die eindringliche Stimme von Hokuspokus (LibriVox) verdichtet das Thema umso mehr. Letztes Jahr, als ich dieses Video erstellte, hatte ich nicht geahnt, wie aktuell und real dieses Motiv in diesem Jahr (2022) im Hinblick auf den Ukraine-Krieg sein wird.

Windberg

Windberg

Regie & Author: Fiona Charlotte Kastrop

Text 2021, 7:32

Die Chronik des ersten Jahres der Pandemie erzählt aus der Perspektive eines Gipfelbuches in Thüringen.