Weltspiegel der Poesie

MEDIATHEK

In unserem Programm „Weltspiegel der Poesie“ reisen wir in Sprüngen und Gegensätzen um den Globus, um etwas vom Zustand der Welt und ihrer Poesie einzufangen.

Zwei Gedichte

zwei gedichte

Regie & Text: Jana Radičević

Montenegro 2021, 4:31

„zwei gedichte“ aus meinem Familien-Gedichtzyklus: „wir wachsen in fremden augen“ und „vitiligo“ gemacht als Videolyrik und bearbeitet als Zweikanal-Projektion.

Successor of grass

Successor of Grass

Regie: Mériol Lehmann

Kanada, 5:00

„Successor of grass“ ist eine Zusammenarbeit zwischen Mériol Lehmann und Sylvain Campeau, die von Gilles Cyr, einem Dichter aus Quebec, und Francis Ponge‘ Gedicht „Parti pris des choses“ inspiriert wurde. Die kurze poetische Sequenz von Ponge umkreist die Figur des Baumes, während die Kamera aus dessen Feld und Blattwerk auftaucht.

Same Different

Same Different

Regie: Maria Cecilia Reyes

Text: Nesindano Namises aka Ques

Namibia, 4:42

„Same Different“ ist ein seltenes Zusammentreffen zwischen der Khoekhoegowab Sprache und einer ruhigen Kamera. Die namibische Künstlerin „Ques“ hypnotisiert uns mit ihren Worten, während sie die tiefen Wunden unserer kolonialen Vergangenheit und Gegenwart heilt. Ques‘ Stimme ist die Stimme unserer Vorfahren, in der Schmerz und Unterdrückung, aber auch Hoffnung und Weisheit widerhallen.



Preserved Vegetables

Preserved Vegetables

Regie: Wu Wen-rui, Chuang Ho

Text: Wu Wen-rui

Taiwan, 4:16

So wie der Kater voranschreitet, werden seine verschwommenen Kindheitserinnerungen klarer, Schritt für Schritt. Er erinnert sich an den Alltag auf einer traditionellen taiwanesischen Farm, auf der Leute Lebensmittel konservieren und Saatgut aufbewahren, in einem Kreislauf der Jahreszeiten.

Once I passed

Once I passed

Regie: Martin Gerigk

Deutschland - Serbien - USA 2022, 10:40

Im Jahr 1925 wurde das Manuskript von Walt Whitmans Gedicht „Once I Passed Through a Populous City“ entdeckt, in dem er über eine Affäre mit einem Mann berichtet. Der Film huldigt der stillen und doch mitreißenden Geschichte zweier Liebenden.

Omusota

Omusota

Regie & Text: Mona Okulla Obua

Uganda 2021, 2:00

„Omusota“ (Luganda für „Schlange“) ist ein visuelles Gedicht, das die post-kolonialen Sichtweisen auf dunkelhäutige Körper hinterfragt, während es die Stärke und Widerstandsfähigkeit dieser hervorhebt. Es wurde in Kampala (Uganda) im Jahr 2021 während des Lockdowns gedreht und befasst sich mit Videopoetry auf eine intuitive Art.

Garden for the Everliving

Garden for the Everliving

Regie: Juan Alonso

Text: Juan Manuel Roca

Kolumbien, 4:49

„Garden for the Everliving“ ist ein Videopoem zu Ehren von Sandra Catalina Vásquez, einem neunjährigen Mädchen, das 1993 auf der Polizeistation Germania in Bogotá (Kolumbien) ermordet wurde. Das Video steht in Bezug zu einem Sandra Catalina gewidmeten Gedicht von Juan Manuel Roca, einem der wichtigsten zeitgenössischen Dichter Kolumbiens.

Foarlopich Lân

Foarlopich Lân

Regie: Jules van Hulst

Text: Tsead Bruinja

Niederlande, 14:01

Verkörpert durch eine gestreifte Socke sehen wir, wie sich unsere Himmelsrichtung auf der Suche nach der Bedeutung der Symbole, die auf uns zu und durch uns hindurch wehen, ständig verändert.

Changing skin

Changing skin

Regie: Maxime Coton

Belgien

Wir sind kleine Wunder. Winzige sogar, die nie aufhören ihre Haut abzustreifen, immer und immer wieder. Die Welt setzt sich in unserem Schweiß ab. Allein, aber ohne Erinnerungen daran, was uns in dieses Leben geführt hat, von dem neidische Menschen behaupten, es wäre das unsrige. Vergessen fällt unsere Haut ab, eine nach der anderen, wie Liebkosungen, die sie – in Wahrheit viel mehr als unsere Zellen – erschafft, diese Haut, welche weder unsere noch die der anderen ist, ungeachtet der Energie, die wir nachts aufwenden, um sie zu erneuern.

I lost the way

I lost the way

Regie & Text: Panagiotis Rappas

Griechenland, 8:00

Ein Mann voll von Angst und metaphysischer Qual, der nach dem Himmel sucht, und ein eremitischer Dichter, der sich Fragen stellt. Der Film entwirft Bilder aus dem poetischen Universum von Miltos Sachtouris, einem der wichtigsten griechischen Dichter des 20. Jahrhunderts. Der Soundtrack stammt von Floros Floridis.

america (I wanted to ...)

america (I wanted to ...)

Regie & Text: Matt Mullins

USA, 5:35

Eine innerliche/äußerliche Überlegung, was Amerika ist und was es bedeutet amerikanisch zu sein. „america (i wanted to…)“ ist eine Weiterdichtung von Allen Ginsbergs Gedicht „America“ aus seinem Band „Howl“ von 1956, neu interpretiert für das 21. Jahrhundert.

Weltspiegel-Mabrak-BlackLightningStrike

Mabrak black lightning strike

Regie & Text: Lesego Rampolokeng

Südafrika 2022, 6:01 min

Inspiriert vom Rasta-Konzept des „Mabrak“, d.h. des schwarzen Blitzes, der Begradigung des menschlichen Weges, des Strebens nach revolutionärer Umwälzung zur Befreiung von Fanons „Verdammten dieser Erde“, ist dieses Gedicht eine Hommage an die Kunst und die Musik sowie an die Künstler und Musiker mit sozialem Gewissen.