Neue Talente 2026

Sa. 06. Juni
16:30 Uhr
Filmvorführung im Lichthauskino
Am Kirschberg 4, 99423 Weimar

Das Programm zeigt Arbeiten, die im Rahmen von universitären Studiengängen entstanden sind, in denen das Genre des Poesiefilms zunehmend an Boden gewinnt und mit dem Zusammenspiel von Bild und Text experimentiert wird. Die Auswahl zeichnet sich durch die Frische und Neugier neuer Talente aus, die das Genre frei erforschen und sein Potenzial ausschöpfen.

Kuratiert von:
Anya Ryzhkova und Lucien Sieber

Qamajai

Regie: Yerkezhan (Kei) Sabitbekova

DE/Kasachstan 2025, 2:43 min

Eine Frau liegt auf dem Boden – geschlagen, verängstigt, fast leblos. Ihr Vergewaltiger steht über ihr, schnallt seinen Gürtel fest und geht weg. Einen Moment lang ist sie allein. Dann, ganz plötzlich, erscheinen ihre Freundinnen. Sie heben sie hoch, trösten sie, weinen mit ihr. In ihrem Schmerz und ihrer Wut vereint, beginnen sie zu tanzen. Wird sie in der Lage sein, dieses kollektive Trauma zu verarbeiten?

@imgonnabeokei

Not All Pigeons Go to Heaven

Regie & Text: Anna Woltańska

Polen, 2025. 1:51 min

An eccentric, philosophical tale in which the boundary between absurdity and existential reflections blurs in an unexpected way. The narrator, contemplating her sister’s unusually small hands, considers alternative versions of her existence – for example, as a pigeon.

Present Tense

Regie: Till Gombert

DE, 2026. 6:00 min

Ruhige Bilder von Gewässern, Pflanzen und Haut offenbaren sich bei genauerer Betrachtung lebendig und rhythmisch. Diese Aufnahmen entstanden kurz nach dem Tod eines Freundes aus der Kindheit. Der Text verbindet die Sammlung gefundener Objekte mit der Präsenz des Verlusts.

Da der stille analoge Kurzfilm PRESENT TENSE Themen wie Verlust und Verfall aufgreift, ist er dazu bestimmt, ausschließlich auf seinem ursprünglichen 16-mm-Material gezeigt zu werden – solange das Material selbst stand hält.

@tillogombiii

Bookmark

Regie & Text: Jorge Felipe Cubillos Osorio

Kanada, 2025. 10:00 min

Two writers, Al and Heller, meet by chance at a park, both battling unfinished poems; His has no beginning, while hers has no end. Through shy glances and silent conversation, their bond grows. The writer’s block remains until they realise that their true inspiration sits just across the bench. Love blossoms and verses finally flow. They complete their poems, but only just begin their lives together. Years later, an elderly Al recounts their tender journey, and his lost love.

@bookmark_short_film

Ferryman

Regie & Text: Daniel Duque

Australien, 2025. 4:40 min

Nach einem Sturz durch die Flammen eines verheerenden Feuers erwacht eine verlorene Seele in einem fegefeuerhaften Wald. Vom pulsierenden Licht angezogen, folgt sie ihm tiefer ins Dunkel, in der Hoffnung, diesem selbst geschaffenen Limbus zu entkommen. Der Wald ist unheilvoll und voller Geheimnisse, doch sie bleibt auf das Licht fixiert. Als es greifbar nah ist, wächst das Stimmengewirr zum Schrei – das Licht zerbricht und erlischt. Die Seele bleibt zurück, verdammt, von vorn zu beginnen.

@danielduquemusic

Swanlake

Regie: Stella Traub

DE, 2025. 5:30 min

When we are ill, all we want is one thing – to stop being ill. The filmmaker sees a swan in a duck pond and dreams with Long Covid of the realm of the healthy. An essay about enchanted sick people and dreaming birds.

@stelladeborahtraub

Sphere Supreme-Flying Ability

Regie: Hasan PASTACI

Text: Paul Demets

Belgien, 2024. 5:00 min

Follow Arama, guided by a mystical pomegranate tree, meeting a mysterious man. Along the way, Arama faces parts of himself, slowly putting together the puzzle of his identity. But before he is able to put everything together, will he manage to keep himself in one piece?

@spheresupreme

Komt ien oan

Regie: Guido van Driel

Text: Nelly Sachs

Niederlande, 2026. 4:30 min

Das Video Komt ien oan ist am 29. Januar 2026 auf YouTube veröffentlicht worden. Es handelt sich um ein Lied, das von Arnold de Boer (Zea) interpretiert wird, basierend auf einem Gedicht von Nelly Sachs, und von Guido van Driel inszeniert wurde. Das Lied stammt vom Album In lichem fol beloften und wird vom Label Makkum Records veröffentlicht.

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