Glokale Poetryfilme
Fr. 05. Juni
16 Uhr
Kino mon ami
Goetheplatz 11, 99423 Weimar
Lokal verwurzelt, global gedacht. Das Sonderprogramm Glocal Poetry Films verbindet Thüringer Stimmen mit internationalen Perspektiven. Jahr für Jahr entstehen lokale Produktio- nen, die mit den vielfältigen Möglich- keiten des Genres arbeiten und sich gleichzeitig international und global ausrichten. Das Programm zeigt einige kürzere Clips und zwei längere Poetry- filme, die seit 2025 erschienen sind.
still february
Anya Ryzhkova
DE, 2025. 9:37 Min
In einer Welt, bedroht durch Feuer und Zerfall erwacht ein Wesen – halb Mensch, halb Wolf. Erst noch unfähig, das Offensichtliche zu sehen, begegnet es jedoch bald einer übermächtigen Kraft der Zerstörung.
VREMYA FEWRAL’ ist ein persönlicher filmischer Ausdruck einer kollektiven Erschütterung – ein künstlerischer Versuch, das Unsichtbare sichtbar zu machen: den Schmerz, die Ohnmacht, und die Notwendigkeit, trotz allem weiterzumachen.
Helden Sagen | Poetry Clip
Regie, Kamera, Schnitt: Sandra Reyes, Milad Rezaei
Text & Voice-over: Christian Rosenau
DE, 2025. 1:40 Min
Christian Rosenau, in Weimar geboren, lebt und arbeitet derzeit als freischaffender Autor, Musiker und Musikpädagoge in Coburg. Für sein literarisches Schaffen wurde er mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt erschien 2018 sein Gedichtband „Nadelstich und Schlangensprache.“
Sanctus | Poetry Clip
Regie, Kamera, Schnitt: Sandra Reyes, Milad Rezaei
Text & Voice-over: Christine Hansmann
DE, 2025. 1:45 Min
Christine Hansmann war von 1989 bis 2014 als Opernsängerin am Deutschen Nationaltheater Weimar engagiert. Konzerte und Gastspiele führten sie u.a. nach Japan, New York, Paris, Israel und zu den Salzburger Festspielen. Seit dem Bühnenabschied ist Christine Hansmann als Autorin, Rezitatorin und Sprecherin tätig.
säe see | Poetry Clip
Regie, Kamera, Schnitt: Sandra Reyes, Milad Rezaei
Text & Voice-over: Paula Jänig
DE, 2025. 2:54 Min
Paula Jänig, geboren 2003, Studium an der Bauhaus-Universität Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena in den Bereichen Freie Kunst, Kunst und ihre Didaktik, Medienphilosophie, sowie Latein; sucht Phänomene der belebten Natur, Strukturen und Bewegungen in einen Moment des Verharrens, des Gegenwärtigen mit Linien, Schrift und Worten zu verdichten; tanzt Ballett; schreibt lyrisch und journalistisch; moderiert und kuratiert selbst Lesungen.
Versenkung | Poetry Clip
Regie, Kamera, Schnitt: Sandra Reyes, Milad Rezaei
Text & Voice-over: Daniela Danz
DE, 2025. 3:38 Min
Daniela Danz, 1976 in Eisenach, Studium der Kunstgeschichte und Germanistik, Promotion über Krankenhauskirchenbau, danach Museumsleiterin, Vizepräsidentin der Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz. Sie unterrichtet an der Universität Bamberg und leitet ein Projekt der Bundesregierung zur Demokratieförderung. Ihr Werk umfasst neben Lyrik, Romane, Essays und Libretti.
Dreißigjährig / A Los 30 años | Poetry Clip
Regie, Kamera, Schnitt: Sandra Reyes, Milad Rezaei
Text & Voice-over: Ramona de Jesus
DE, 2025. 3:40 Min
Ramona de Jesús, geb. 1990 in Kolumbien, ist Dichterin, Essayistin und Übersetzerin. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen und Stipendien. Ihr literarisches Debüt »Dos metros cuadrados de piel« wurde in Kolumbien mit dem National-Preis für unveröffentlichte Lyrik ausgezeichnet und erscheint im September in deutscher Übersetzung im Wallstein-Verlag. Momentan ist sie Fellow an der Akademie Schloss Solitude.
Das Aleph
Regie: Tina-Maria Feyrer
Text: Ralf Schönfelder
DE, 2025. 8:55 Min
„Das Aleph“ ist die siebte Folge der Reihe „Long Story Short“ – ein Projekt des Thüringer Lese-Zeichen e.V.s.
Jorge Luis Borges, der blinde Bibliothekar der Weltliteratur, war immer wieder unglücklich verliebt. Seine bekannteste Erzählung verbindet die Melancholie einer verlorenen Liebe mit einer mystischen Erfahrung. In einem Keller in Buenos Aires findet sein Alter Ego das Aleph: einen Punkt im Raum, der alle Orte der Welt enthält. Im Anblick des Alephs erlebt er nicht nur das Unendliche, er muss sich auch der Natur von Erinnerung und Vergänglichkeit stellen.
Die Filmemacher*innen
Serie Poetry Clips | Literarische Gesellschaft Thüringen
Sandra Reyes ist eine Filmemacherin, die in Kolumbien geboren und aufgewachsen ist. Die meiste Zeit beschäftigte sie sich mit Sounddesign für Filme, bis sie ihre Faszination für die Welt der analogen Animation entdeckte. Vor einigen Jahren begann sie, sich dem Poetry-Film zu nähern, indem sie an Produktionen wie „Cadaver Exquisito“, einem Film in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Thomas Empl, „El canto de las moscas“, einem Animationsfilm nach dem Gedichtband von Maria Mercedes Carranza unter der Regie von Ana Maria Valejo und „Weiße Wildnis“, einem Langgedicht von Daniela Danz, mitwirkte.
Milad Rezaei ist Künstler, Pädagoge und Dichter. Er versucht in seiner Kunst, Wege, Räume der Zugehörigkeit und Situationen des Mitgefühls zu schaffen, in denen die Einheit der Menschheit in der neuen Weltordnung verwirklicht werden kann. Er ist fasziniert von den Schriften und der Magie des iranischen Religionsstifters Bahá’u’lláh (1817-1892) und arbeitet derzeit daran, dessen mystischen Schriften in die Sprache der Kunst zu übersetzen und eine Brücke zwischen diesen Welten zu schlagen.










