Karten der Wildnis

Poster "Karten der Wildnis"

Animierter Kurzfilm in 7 Kapiteln | DE | 2025 | 14:03min

Kurzbeschreibung:

Ausgehend von der historischen Landvermessung zwischen Brocken, Hohem Hagen und Inselsberg durch Carl Friedrich Gauß und Christian Ludwig Gerling fragt „Karten der Wildnis“ nach den Grenzen der Messbarkeit. Präzise Werkzeuge treffen auf Natur, Witterung, Distanz und das, was sich nicht vollständig erfassen lässt.

Sieben Künstlerinnen wagen das Experiment, gemeinsam aus diesem Stoff einen Film zu entwickeln. Analoge Animationstechniken und ein Text der Autorin Daniela Danz dienen als Ausgangspunkte für neue Sichtweisen.

Zum Inhalt:

Es ist geschafft: Ein Kartograph und sein Kollege haben die Welt zwischen sich komplett vermessen. Es gibt keine weißen Flecken mehr auf ihren Karten. Alles um sie ist nun verständlich, übersichtlich und sicher.

Doch dann gerät ihre Welt durcheinander. Die Messgeräte, die den beiden zur Kommunikation dienen, beginnen unverständliche Signale zu produzieren – einen Wind voller Störung und Unruhe. Die Situation ist bedrohlich, aber noch gibt es eine Verbindung zwischen den beiden. Bis der Wind zum Sturm anwächst, bis einer die Signale des anderen nicht mehr deuten, ja nicht einmal mehr erkennen kann, bis die Geräte zerstört und alle Möglichkeiten der Kommunikation zunichte sind. Auch das Hinterland wird nun zur Bedrohung, nichts bietet mehr Halt, die Karten fliegen umher und die Landschaft gerät in Bewegung. Inmitten dieses unheimlichen Chaos kehrt schlagartig Ruhe ein.

Allmählich findet der Kartograph Orientierung in sich selbst. Eine Kommunikation ohne Geräte wird möglich, als er schutzlos inmitten der äußeren Wildnis in sich hineinhorcht. Neue Landschaften entstehen – die des Gespürs, der Gefühle, der Erinnerungen, des ständig sich verändernden Lebens. Veränderung wird zum neuen Bezugspunkt und die Verständigung nimmt ihren Anfang in der eigenen Resonanz.

Dauer: 14:03 min

Jahr: 2025

Techniken: cut out animation, top-motion, analogue drawn animation

Skript: Daniela Danz

Regie: Aline Helmcke, Sandra Reyes, Juliane Franke, Franka Sachse, Catalina Giraldo, Ana Maria Vallejo

Animation: Aline Helmcke, Sandra Reyes, Juliane Franke, Franka Sachse, Catalina Giraldo, Ana Maria Vallejo

Sound, Musik & Gesang: Ada Schmidt

Eine Koproduktion der FilmVermoegen GmbH und des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR)

Stoffentwicklung: Literarische Gesellschaft Thüringen

Förderer:

  • Mitteldeutsche Medienförderung,
  • Staatskanzlei des Freistaates Thüringen,
  • Kulturstiftung des Freistaates Sachsen
  • Frauenförderfonds der Bauhaus-Universität Weimar

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